Vier Tage Winter geklaut.
Boarderstolz am Hintertuxer Gletscher.
Manchmal musst du dem Winter einfach hinterherfahren.
Während unten bereits die Bikes aus dem Keller geholt werden und die Leute von Sommer sprechen, haben wir beschlossen, dem Winter noch ein paar Tage zu stehlen.
Also Camper beladen, Boards verstaut, Playlist gestartet und früh morgens Richtung Zillertal aufgebrochen.
Ziel: Hintertuxer Gletscher.
Vier Tage Freiheit.
Vier Tage Schnee.
Vier Tage Kopf ausschalten.
Mehr braucht es manchmal nicht.

Unser Zuhause für das verlängerte Wochenende war ein wunderschöner Campingplatz in Mayrhofen. Zwischen Bergen, frischer Alpenluft und einer Portion Vorfreude wurde der Camper zur Basecamp-Zentrale. Abends zusammen sitzen, Geschichten erzählen, Pläne schmieden und morgens mit dem ersten Licht wieder Richtung Berg aufbrechen.
Denn wer Ende Frühling noch Snowboarden will, weiss: Die guten Bedingungen warten nicht auf Langschläfer.
Also hiess es jeden Morgen früh raus, Kaffee in die Hand, Board ins Auto und hoch Richtung Hintertuxer Gletscher.
Und wir waren nicht die Einzigen.
Bereits an der Talstation trafen wir auf andere Camper, Snowboarder und Verrückte, die denselben Gedanken hatten wie wir:
Warum den Winter beenden, wenn man ihn einfach verlängern kann?

Oben angekommen wurden wir belohnt.
Perfekt präparierte Pisten, überraschend gute Schneeverhältnisse für diese Jahreszeit und dieses Gefühl, das man kaum beschreiben kann. Das erste Anschnallen. Der erste Lift. Der erste Turn.
Plötzlich wird alles leise.
Keine Termine.
Kein Alltag.
Kein Stress.
Nur du, dein Board und die Berge.
Genau für diese Momente leben wir den Boardsport.
Nicht für Likes.
Nicht für irgendwelche Trends.
Sondern für das Gefühl von Freiheit, wenn du morgens die ersten Turns ziehst. Für die Freunde neben dir im Lift. Für die Geschichten, die am Abend entstehen. Für die Erinnerungen, die bleiben, wenn der Schnee längst geschmolzen ist.
Das ist Boarderstolz. Ein Lebensgefühl.
Und dieses Wochenende am Hintertuxer Gletscher hat uns einmal mehr gezeigt, warum wir lieben, was wir tun.
Der Kalender sagt Frühling.
Wir sagen: Noch lange nicht.

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