Sommermodus? Vier Tage Freiheit im Maggiatal.
Während unsere Boards zuhause auf den nächsten Winter warten, zog es uns für ein paar Tage dorthin, wo Freiheit genauso zuhause ist wie in den Bergen des Winters.
Ziel: Gordevio im Maggiatal.
Unser Zuhause für vier Tage war ein wunderschöner Campingplatz direkt an der Maggia. Umgeben von Bergen, glasklarem Wasser und einer Natur, die einem schnell zeigt, wie klein die eigenen Alltagssorgen eigentlich sind.

Dazu drei Tage strahlender Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad.
Klingt nach Ferien.
War es ... und noch viel mehr als das.
Vier Tage Kopf ausschalten.
Vier Tage Natur.
Vier Tage Abenteuer.
Tag 1 – Valle del Salto
Der erste Tag hatte es direkt in sich.
Auf dem Programm stand die Wanderung durch das Valle del Salto.
Und eines wurde schnell klar:
Wer hier unterwegs ist, sollte Stufen mögen.
Viele Stufen.
Sehr viele Stufen.

Gefühlt ging es 5000 Natur- und Felsstufen den Berg hinauf, entlang einer wilden Schlucht, über schmale Wege und vorbei an spektakulären Ausblicken. Und als die Beine langsam schwer wurden, warteten bereits die nächsten 5000 Stufen bergab.

Belohnt wurden wir dafür gleich mehrfach.
Die erste Pause diente der Verpflegung und dem Sammeln neuer Kräfte für die weiteren Kilometer.
Die zweite Pause verbrachten wir an einem traumhaften Wasserfall mit glasklarem Wasser. Einer dieser Orte, an denen man automatisch länger sitzen bleibt als geplant.

Nach rund viereinhalb Stunden erreichten wir wieder den Ausgangspunkt.
Erschöpft?
Ja.
Bereut?
Keine Sekunde.
Und wer Höhenangst hat, findet auf dieser Tour die perfekte Gelegenheit zur Therapie. Die einen nennen es spektakulär. Die anderen klammern sich bei der einen oder anderen Passage etwas fester am Geländer fest.

Tag 2 – Wasserfälle, Bikes und kalte Überraschungen
Am zweiten Tag tauschten wir die Wanderschuhe gegen die Bikes.
Erstes Ziel war die Cascata del Salto.
Schon von Weitem hörten wir das Wasser donnern, bevor sich vor uns ein beeindruckendes Naturschauspiel auftat.
60 Meter freier Fall.
Direkt in ein natürliches Becken mit kristallklarem Wasser.

Natürlich konnten wir der Versuchung nicht widerstehen.
Bei rund 15 Grad Wassertemperatur war der zaghafte Gang ins Wasser schon eine Herausforderung.
Für einige Sekunden fühlte man sich wie ein Wikinger.
Danach eher wie ein Tiefkühlprodukt.

Aber genau solche Momente bleiben hängen.
Nach dem Bad ging es weiter Richtung oberes Maggiatal zur berühmten Cascata di Foroglio.
Und was soll man sagen?
110 Meter freier Wasserfall.
Pure Naturgewalt.
Tonnen von Wasser stürzen dort in die Tiefe und verwandeln den Ort in ein beeindruckendes Naturspektakel.

Nach einer kurzen Trinkpause, einigen Fotos und einem Moment des Staunens machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Gordevio.
Zurück zum Campingplatz.
Zurück zur Maggia.
Zurück zu diesem Gefühl, einfach unterwegs zu sein.

Freiheit hat viele Gesichter
Nicht jede Spur entsteht im Schnee.
Manche entstehen auf Wanderwegen, auf Bike-Trails oder an Orten, die man eigentlich gar nicht mehr verlassen möchte.
Das Maggiatal hat uns genau das gezeigt.
Wilde Natur.
Kristallklares Wasser.
Unzählige Höhenmeter.
Und Erinnerungen, die bleiben.
Der Winter wird wieder kommen.
Bis dahin sammeln wir weiter Geschichten.

Boarderstolz
Ride. Style. Stolz.
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